Sneak-Review #10: Die highligen drei Könige

Sneak-Review #10: Die highligen drei Könige

Und auch diese Woche fragen wir wieder: Haben sich die vier Euro Eintritt gelohnt oder greifen bereits die ersten Cineast*innen nach ihren Jacken? Diese Woche in der Sneak des Cineplex Marburg: Die Highligen drei Könige von dem Regisseur Jonathan Levine.

Es ist die Vorweihnachtsnacht und überall in der Nachbarschaft werden Kinder vor dem Einschlafen gedrückt, Geschenke verpackt und mit Schleifen geschmückt. Na, wer sagt’s denn: Die passende Thematik zum ersten Schnee in der Adventszeit. Doch die Komödie „Die Heiligen drei Könige“ ist eine etwas andere Weihnachtsgeschichte. Es geht nicht um Geschenke, das Christkind oder Kekse, sondern um drei unzertrennliche Kumpels.

Seit 14 Jahren feiern Ethan, Isaac und Chris zusammen Weihnachten

Dieses Weihnachten werden die Drei diese Tradition beenden. Chris (Anthony Mackie) ist mittlerweile ein zu berühmter Footballstar, Isaac (Seth Rogen) wird bald Vater und Ethan (Joseph Gordon-Levitt) ist zwar immer noch Junggeselle, das aber eigentlich nicht ganz freiwillig. Der Übertritt in ihre nächste Lebensphase ist ihnen aber immerhin Grund genug, es im wahrsten Sinne des Wortes zum letzten Mal krachen zu lassen. Mit einem üblichen christlichen Weihnachtsfest hat das allerdings nur wenig zu tun. Hollywood stellt Weihnachten als drogenverherrlichte Partynacht dar, an der alles drunter und drüber geht: Mushroom-, Marihuana-, Koks- und Alkoholkonsum werden positiv durch lustige Aktionen verfilmt. Isaac übergibt sich in der Mitternachtsmesse vor den Augen seiner angeheirateten Familie und ruft beim Rausrennen: „Wir Juden haben Jesus nicht getötet!“ Mit einer besinnlichen Weihnachtszeit hat das alles gar nichts mehr zu tun. Das Ziel der diesjährigen Feierroute ist der legendäre Nussknacker-Ball. Das ist wohl die beliebteste und geilste Party in ganz New York, die von einem Unbekannten wie bei Great Gatsby veranstaltet wird. Ethan gelangt passend zum Abschluss der letzten gemeinsamen Weihnachtssause an drei Eintrittskarten für den Nussknacker-Ball.

Ganz reibungslos verläuft der Abend natürlich nicht. Die Drei stolpern auf ihrem Weg zum Ball von einem Chaos ins nächste. Jeder ist mit seinen eigenen Problemen beschäftigt und vergisst dabei das Wichtigste. Isaac dreht durch seinen Drogentrip durch und Versagensängste kommen bei ihm auf. Auf einem Kneipenklo filmt er ein Hassvideo über sein ungeborenes Kind. Chris spielt das Schoßhündchen für seine Teamkollegen und Ethan versinkt in der Trauer um seine Exfreundin Diana. Das Ende eines klassischen Hollywoodfilms ist natürlich vorhersehbar. Das Desaster darf nicht so bleiben. Das Blatt muss sich um 180 Grad drehen.

„An Weihnachten liegt eben etwas Magisches in der Luft“

Alle drei Freunde machen eine Entwicklung durch und erkennen, worauf es im Leben wirklich ankommt. Auf die wahre Freundschaft und die Liebe! Es ist ja auch klar, dass ein solcher Weihnachtsfilm dem Publikum auch ein paar moralische und positive Nachrichten übermitteln muss. Isaac bekennt sich zu seiner Vaterrolle und meistert diese mit Bravour. Chris kommt auf den Boden der Tatsachen zurück und erkennt, wer seine wahren Freunde sind. Und Ethan? Der bleibt nicht das schwarze Schaf in der Familie und gewinnt etwas ganz Kostbares zurück.

Kinostart ist am 26.11.2015. Und zum Trailer geht’s hier.

FOTO: Sony Pictures Releasing GmbH

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Freie Autorin, die Medien- und Politikwissenschaft im Bachelor studiert. Sie ist eine rheinische Frohnatur und lebt ganz nach dem Motto "Olé mañana".