Foto von Patricia Sutherland
Unter dem Motto „Keine Macht der AfD“ veranstaltete die Initiative Demokratische Zukunft Marburg mit dem Marburger Netzwerk für Demokratie und gegen Rechtsextremismus am 13. September eine Kundgebung vor dem Marburger Erwin-Piscator-Haus. Auch die Parteien SPD, Bündnis 90/ Grünen und Die Linke engagierten sich. Rund 3.000 Menschen fanden sich zusammen, um gegen die AfD und deren antidemokratischen Kurs zu demonstrieren. Die Kundgebung fand eine Woche nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und eine Woche vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Veranstaltung bot also einen Rahmen, um einerseits die Enttäuschung über den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt mit fast 43,8 % auszudrücken und zugleich um zu zeigen: Wir befinden uns weiterhin in einem stetigen Kampf um die Demokratie.
Die Kundgebung umfasste Redebeiträge von Vertreter*innen der SPD Marburg, der Initiative Demokratische Zukunft Marburg, des Ausländerbeirates Marburg, der DGB-Region Mittelhessen, der Bildungsgewerkschaft GEW sowie der AG Feminismus. So wurden zahlreiche Perspektiven von Menschen geäußert, welche insbesondere vom Aufstieg der AfD und weiterer rechtsextremer Gruppen betroffen sind. Themen wie Inklusion, Feminismus und Queerness, Migration, Bildung und der gemeinsame Einsatz für die Demokratie konnten auf der Bühne vor Tausenden Menschen eine Stimme finden. Auch wurde die Veranstaltung von einer Dolmetschung in Deutscher Gebärdensprache begleitet. Musikalisch wurde sie von Jens Flach und Rey&Raw untermalt.
Veranstaltungen wie diese machen Hoffnung in Zeiten, in denen man den Kopf in den Sand stecken möchte. Ein Blick in die Menge bunter Regenschirme und Seifenblasen zeigt, dass Menschen jeder Generation zusammen für die Demokratie einstehen, wenn buchstäblich wie metaphorisch dunkle Wolken über uns aufziehen.
https://idzmr.de/2026/09/27/die-redebeitraege-der-kundgebung-keine-macht-der-afd/
(Lektoriert von sal und nag.)