Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit?

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit?

Ist gültiges Recht immer gerecht? Wie verhält sich Gerechtigkeit zur Wahrheit? In der Filmreihe „Inszenierung von Recht im Film“ des Instituts für Medienwissenschaft im Oberstadtkino werden diese Fragen aufgeworfen.

Erst die jüngsten Enthüllungen der Paradise-Papers zeigten, wie aktuell diese Debatte auch heute noch ist, indem sie juristisch legale aber moralisch fragwürdige Mechanismen von Steuerspartricks im großen Stil aufdeckten. Dabei ist die Debatte um Recht, Gerechtigkeit und Wahrheit nicht neu, wie die Filmreihe “Inszenierung von Recht im Film” zeigt. Filme der Reihe werden immer montags ab 18 Uhr im Filmkunsttheater am Steinweg gezeigt.

Recht im Wandel der Zeit

Schwerpunkte der Filmreihe des Instituts für Medienwissenschaft sind alte Klassiker und aktuelle Kinofilme, in denen die Inszenierung von Recht eine entscheidende Rolle spielt. Schnell wird hierbei deutlich, wie unterschiedlich sich die einzelnen Filme dabei zu gültigem Recht, Wahrheit und Gerechtigkeit positionieren und wie vielfältig ihre Inszenierungsformen ausfallen können.

Gezeigt werden einerseits klassische Courtroom-Dramen wie Stanley Kramers Das Urteil von Nürnberg, mit dem eine Reihe von Filmen über die Aufarbeitung der NS-Verbrechen eingeleitet wird. Darauf folgen Filme, die sich weniger mit dem Gerichtssaal und mehr mit der Frage nach Gerechtigkeit im Allgemeinen befassen, wie Stanley Kubricks Uhrwerk Orange und Kathryn Bigelows Zero Dark Thirty. Neben solch großen Filmen bietet die Reihe auch eine letzte Chance alte Filme auf der großen Leinwand zu sehen.

Das ganze findet zwar im Rahmen einer Uni-Veranstaltung statt, darf aber von allen besucht werden. Jeder Film wird durch einen kleinen, zehn minütigen Vortrag eingeleitet und eingeordnet. Hier eine Übersicht der verbleibenden Termine:

Fotos: Institut für Medienwissenschaft, pixabay.com

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