Wir kennen die Künstler*innen

Wir kennen die Künstler*innen


David Guzy, der Erfinder, Initiator und Realisator verschiedenster Projekte in Marburg–  PHILIPP berichtete – hat nun ein neues Baby: Ich kenn den Künstler. PHILIPP wollte wissen, was das denn jetzt schon wieder ist.

Ich treffe mich mit David im Roten Stern, um bei Kaffee und Pfefferminztee über seine neuste Projektidee zu reden. Mein erster Gedanke: Kunst in Marburg – yeah, endlich! Und alle so yeah!? David, der Kunstpädagogik in Gießen studiert, aber in Marburg lebt, beschäftigt sich nicht nur in seiner Freizeit bevorzugt mit Street Art und Graffiti, sondern auch sonst sehr professionell mit Kunst. Professionell geplant sind auch seine Partys, die immer unter einem anderen Motto stattfinden. Man kennt ihn beispielsweise durch die Authentic Sh!t– oder die „Ich kenn den Dj/Ich kenn die Djane“-Partys.

Street Art ist cool! Hab‘ ich Bock drauf!

Hinter all seinen Projekten steckt viel Planung. So gibt er sich selbst gut zwei Monate Zeit, um eine Idee in die Tat umzusetzen. Die Idee Kunst mit Musik zu verbinden sei ihm bei der letzten „Ich kenn die Djane“-Party gekommen: „Liegt doch eigentlich irgendwie auf der Hand, oder?“, so David. Seine Motivation schöpft er aus dem Gedanken, Künstler*innen eine Plattform zu geben, bei der sie sich angemessen präsentieren und sich untereinander kennenlernen und verknüpfen können. Aber nicht nur die Künstler*innen sollen einen Ort zur Vernetzung bekommen, sondern auch das Publikum soll miteingebunden werden. Es sei weniger eine Vernissage mit verschiedenen Künstler*innen, sondern vielmehr ein Platz, an dem eine Community entstehen könne, Ideen ausgetauscht und Inspiration geschöpft werden könnten, erzählt er. „Wär doch cool, wenn der eine oder die andere danach sagt: Yo! Street Art ist cool. Hab‘ ich Bock drauf‘. Ich probier’s jetzt einfach mal aus!“.

Als David in seinem (Künstler*innen-) Freundeskreis rumgefragt hat, wer Bock hätte, etwas auszustellen, war die Rückmeldung sehr positiv. Allerdings wären viele, so meint er auch, gar nicht von alleine auf die Idee gekommen, tatsächlich mal in Marburg ihre Werke zu präsentieren. Deswegen hat sich David dem nun angenommen. Er selbst will allerdings nicht ausstellen – dafür aber unter anderem sein Vater, Thaddäus Guty. Ein Clue des Events? Am Freitagabend malt David nicht, sondern er wird bemalt. Das gehört zum Konzept. So wird zum Beispiel auch live von Black Sheep Tattoo Gießen tätowiert und natürlich auch gesprüht. So viel sei also vorab schon mal verraten. Wer mehr wissen will oder gar Bock hat, selbst zur Dose zu greifen, der sollte vorbei schauen. Außerdem: artgerechtes – einige werden sie u.a. vom Bildungsfest kennen – bieten Siebdruck an. Vielleicht die Gelegenheit, eure Jute, ein T-Shirt oder was auch immer mit einem Motiv zu verschönern? Wer was zum Drucken mitnimmt, gewinnt.

Kommt gucken, kommt tanzen!

Kunst. Kunst. Kunst. Und dann: Musik! Nach der Ausstellung legen für euch Marc Poppcke aus Berlin, Julus Palu aus Berlin/Frankfurt und – ein altbekanntes Marburger Gesicht – Michael Turecki auf. Erst was für die Augen, dann was für die Ohren. Es ginge ihm nicht darum, das Rad neu zu erfinden, erzählt David. „Es geht darum, den Leuten etwas Neues zu bieten. Etwas, was sie noch nicht gesehen haben. Und wer weiß, vielleicht werden nicht nur neue Kooperationen geschlossen, sondern auch ein paar neue Freundschaften.“ Who knows. Gespannt sind wir alle mal, wenn am Freitag, den 17.04. um 20Uhr, die Pforten des Knubbels sich für Kunsthungrige, Graffiti-Fans und Neugierige öffnen, werden euch Werke von Künstler*innen aus den Staaten, der Türkei und Deutschland präsentiert. Und was die Künstler*innen so über ihre Kunstwerke, Inspiration und Kunst in Marburg, erzählen, könnt ihr euch hier schon mal zu Gemüte führen:

Die Künstler*innen im Porträt


FOTO: Promo

(Ehemalige) PHILIPP-Autorin, hat Politikwissenschaft in Marburg studiert, lebt und studiert aber mittlerweile in Halle (Saale) den M.Sc. International Area Studies. Kennt wohl mittlerweile (fast) jede Doku über die Arktis und hat beim Feiern meist einen Apfel in der Jute. Und: Vermisst Marburg.

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