Marburg, deine Künstler: Pak und Padrino

Marburg, deine Künstler: Pak und Padrino

„Rappen – eine Leidenschaft.“ so heißt es in dem Lied „Machbar“ von Pak, einem lokalen Marburger Künstler. Und genau nach diesem Motto entstehen auch seine Texte. Doch wer genau Pak überhaupt ist, welche Rolle Padrino dabei spielt und was man von den beiden Künstlern in naher Zukunft erwarten kann, erfahrt ihr in diesem Interview.

Die beiden 24 & 25-jährigen Künstler kommen ursprünglich aus Osnabrück und Mannheim, doch hier in Marburg hat sie die Liebe zur Musik vereint. Was einst als harmloser Scherz begann, ist nun die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen zwei Künstlern, die einfach Bock haben, gemeinsam Musik zu machen.

Pak, du hast schon einige Jahre vorher ohne Padrino Musik gemacht. Wie kamst du dazu?
Pak: Ich habe in meinem Heimatland Kasachstan durch einen Verwandten erstmals angefangen Musik zu machen. Damals allerdings noch auf Russisch. Irgendwann bin ich auf die deutsche Sprache umgestiegen und durch einige Bekannte aus Osnabrück, die mir beigebracht haben, wie man richtig Texte schreibt oder überhaupt Taktgefühl entwickelt, habe ich dann so richtig angefangen, aber durch die Schulzeit relativ schnell wieder aufgehört. Nach einer längeren Pause hab ich dann mit 19 Jahren zufällig auf einer Hausparty wieder zur Musik gefunden und bin ins Studio, um einen Song aufzunehmen. Seitdem läuft es.

Wie würdest du deine Musik denn bezeichnen?
Pak: Ich finde es immer schwierig, sowas in Genre einzugliedern. Es ist schon Rap, aber auch HipHop. Eigentlich trifft es die Bezeichnung Schaukelrap am besten. Das ist kein richtiges Genre, aber genau das, was meine Musik ist. Und die besteht eh aus eigenen Gedanken, Erfahrungen oder Gefühlen. Ich mache immer nur das, worauf ich Bock habe oder was ich genau ausdrücken möchte. Keines meiner Lieder ist einfach nur ein Song, alles beschreibt mich irgendwie.

Mit welchem Lied konntest du dir das erste Mal „einen Namen machen“?
Pak: Das war damals „No Hook 3“. Das ist allerdings echt uralt. Da habe ich noch bestimmt 20 Kilo weniger gewogen (lacht). Und danach kam das Mixtape „Lage agil, Liga egal“, da haben einige namhafte Künstler mitgewirkt, unteranderem Jeffrey (G.M.C), der sogar nen Song mit Casper hat. Und 2017 kam dann meine EP „Senchamodus“ mit dem Releasekonzert im Szenario in Marburg.

„Senchamodus“ – so heißt ja auch dein Album auf Spotify, Deezer und co. Aber was bedeutet das eigentlich?
Pak: Ich saß irgendwann zuhause und habe mir auf Instagram die Storys meiner Kollegen angesehen, die Gangsterrap machen. Und dabei habe ich meine Lieblingssorte von grünem Tee getrunken, nämlich Senchatee. Und dann dachte ich mir, die sind alle im Gangstermodus mit ihren Gangsterfotos, aber ich bin im Senchamodus. Und da sich das sogar reimt, hab ich dann einfach meine EP und den einen Track so genannt.

Wir haben oben schon verraten, dass die Zusammenarbeit zwischen dir und Padrino eher zufällig entstanden ist. Aber wie genau kam es dazu?
Padrino: Lass mich das mal erzählen, ich weiß noch ganz genau, wie wir uns kennengelernt haben. *romantischer Blickaustausch zwischen den beiden*  Das war damals spontan nach dem Kicken. Wir sind dadurch, dass wir gemeinsam auf Lehramt studieren, ein paar Mal zusammen hobbymäßig Fußball spielen gewesen und irgendwann bin ich danach mit zu Pak und wir haben einfach ein bisschen zusammen gerappt und dann habe ich mich selbst zu seinem Manager ernannt. Seitdem hat er mich an der Backe.

Und als Manager hast du dich beispielsweise darum gekümmert, dass ihr bei dem Emergenza Bandcontest antreten durftet..
Padrino: Ganz genau. Pak ist ab und zu ein bisschen faul, deswegen habe ich das einfach in die Hand genommen. Eigentlich haben wir nur da mitgemacht, um ins Halbfinale zu kommen. Dass wir jetzt im Süddeutschlandfinale stehen und am 31.05. in der Batschkapp in Frankfurt auftreten dürfen, hätten wir uns niemals erträumt. By the way übrigens: Es gibt noch Karten!!

Und durch Emergenza habt ihr noch eine ganz andere Chance bekommen, welche genau ist das nochmal?
Pak und Padrino: Wir haben die Möglichkeit auf dem HURRICANE FESTIVAL aufzutreten. Deutschlandweit wurden von einer Jury des Emergenza Bandcontests nur neun Bands ausgewählt, die ins Voting geschickt wurden. Und sollten wir unter die besten drei kommen, dürfen wir tatsächlich vor so unglaublich vielen Menschen auftreten. Das wäre so ziemlich das Geilste, was uns passieren könnte.

Wie genau kann man denn für euch voten?
Pak: Ihr müsst einfach hier klicken. Dort könnt ihr ganz easy für uns voten, in dem ihr euren Namen und eure Mail eingebt und dann, ganz wichtig, eure Emailadresse bestätigt. Das Voting geht nur noch bis Morgen, den 21.05.2018.
Padrino: Übrigens könnt ihr auch ganz viele Mailadressen benutzen; also Unimail, eure private Mail, etc. Und jeder, der teilnimmt, kann automatisch 2 Tickets für das Hurricane Festival gewinnen und mit uns zusammen live abgehen.

Ist denn abgesehen davon in naher Zukunft noch etwas geplant?
Pak: Es wird einen neuen Song geben! „Überdosis“ heißt er und wird wahrscheinlich seine Premiere in der Batschkapp in Frankfurt bekommen. Dabei habe ich mich von meinen Erfahrungen inspirieren lassen, die ich bei Tiefstrom – einer Marburger Technoveranstaltung – gesammelt habe.
Padrino: Außerdem wollen wir ein eigenes kleines Festival organsieren. Dabei werden definitiv viele Leute spielen, unter anderem auch ein paar Marburger Größen. Aber hauptsächlich wollen wir den Leuten, die uns supportet haben oder die wir auf unserer bisherigen Reise kennengelernt haben, den selben Support damit zurückgeben und ihnen eine Bühne geben.

Habt ihr abschließend noch irgendetwas zu sagen?
Beide: Votet für uns!! Aktuell stehen wir nur auf dem siebten Platz, wir brauchen dringend euren Support!
Padrino: Und wir lieben unsere Freunde, Fans und Supporter! Ihr seid die geilsten!
Pak: Die Freunde, die uns supporten, lieben wir aber mehr..

 

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Studentin der Sprache und Kommunikation, die ihre Freizeit am Liebsten bei guter Musik, Bier und Fußball verbringt.