Was die Marburger Polizei erlebt, wenn wir feiern gehen

Was die Marburger Polizei erlebt, wenn wir feiern gehen

Sobald man ans Feiern denkt, ruft sich dem ein oder anderen auch der „Freund und Helfer“ ins Gedächtnis: Die Polizei. Die kommen nämlich immer dann, wenn es auf der eigenen oder besuchten WG Party mal wieder zu laut war, sich irgendjemand in einer Bar nicht benehmen konnte oder auch wenn es zu Hause zwar eigentlich alles friedlich und ruhig lief, die kleinkarierte und langweilige Nachbarschaft aber trotzdem zum Telefon gegriffen hat. Doch eins ist auch klar: Wenn Polizist*innen zu so einem Einsatz gerufen werden, kann es auch mal ganz lustig oder kurios zugehen. PHILIPP hat sich deshalb mal bei der Polizei nach den unbeliebtesten Partygästen und deren Geschichten umgehört.

Ein Weg mit Hindernissen
Wenn eine Feier zu laut ist, ist sie meist auch gut besucht. Das wurde der Marburger Polizei schon des öfteren zum Verhängnis. Mal brauchten sie eine halbe Stunde zum Tanzraum, mal eine Ewigkeit, um sich bei einer mehrstöckigen WG-Party vom untersten ins oberste Geschoss zu bahnen, da zu viele Menschen den Weg versperrten.

Die geplatzte Demo
Während der Parkdeckparty 2014 musste der „Freund und Helfer“ ausrücken, weil die Veranstalter*innen des Elektrozeltes spontan eine Demonstration ankündigen wollten, um mit Hilfe des Demonstrationsrechtes das Feierverbot aufzuheben. Der Plan gelang nicht.

Die versteckte Party
Die Polizei wurde zu einer WG Party gerufen, allerdings war nicht ganz eindeutig wo genau diese stattfindet. Als sie das Gebäude gefunden hatten, die Haustür allerdings immer noch nicht genau auffindbar war, stiegen die Ordnungshüter schließlich durch das Fenster ein.

Silvester im Verkehrskessel
Auch eine Silvesterfeier inmitten eines Verkehrskreisels kann die Polizei in ihren Einsätzen verbuchen: Ein einzelner Mann hatte es sich mit Bier in der Hand auf einem Stuhl unter einem Sonnenschirm gemütlich gemacht; für die nötige Stimmung sorgte eine Stereoanlage, Lichttechnik, Lametta an Warnbalken und Raketen, die nur noch auf den Jahreswechsel warteten. Außerdem hatte die Ein-Mann-Party die Zufahrten des Kreisels mit roten Blinkleuchten versehen. Leider musste die Polizei diese schöne Atmosphäre noch vor der 0 Uhr Marke räumen.

Das Nickerchen-Fest
Nachbarn beschwerten sich aufgrund einer viel zu lauten Party mit starkem Bass, der das ganze Haus beschallte. Als die Polizei eintraf, stand die Haustür offen und 20 Leute lagen schlafend auf dem Boden während die Wohnung mit dem zarten Klang von LaLeLu „beschallt“ wurde.

Die Sofa-Party
Eine Party auf offener Straße rund um ein Sofa, die innerhalb kurzer Zeit auf mehrere hundert feiernde Menschen wuchs, sorgte für Aufruhr bei den Beamten. Ein DJ hatte sein Equipment auf einem Balkon im ersten Stock aufgebaut und auf der Straße ein Meter hohe Lautsprecher platziert. Nach mehreren eingehenden Beschwerden von Anwohnenden und Autofahrenden unterbrach die Polizei die Stromzufuhr. Die Partymeute ließ sich jedoch nicht beirren und wenig später lief die Musik wieder. Daraufhin wurden schließlich Mischpult und Verstärker sichergestellt und die Party um das Sofa endgültig beendet.

Chantal Freyer

Ressortleiterin Kultur, studiert Sprache und Kommunikation. Als reiselustige Konzertgängerin singt und backt sie auch mal ganz gerne.