Sneak-Review #2: American Ultra

Sneak-Review #2: American Ultra

Werbung und Trailer sind endgültig vorbei und für einen Augenblick wird es ganz still. Kein Popcornrascheln, Chipsknistern oder Sitznachbarsgetuschel stört die Spannung, die beim Aufflackern der Produktionsfirmen und Verleiher auf der Leinwand entsteht. Die Kenner*innen unter den Zuschauer*innen wissen nämlich schon jetzt, welcher Film gezeigt wird. Spätestens bei den ersten Bildern entlädt sich die Spannung dann in freudig-erregtes Lachen, erwartungsvolles Gemurmel oder enttäuschtes Murren. Haben sich die vier Euro Eintritt gelohnt oder greifen bereits die ersten Cineast*innen nach ihren Jacken? Diese Woche in der Sneak des Cineplex Marburg: Die Actionkomödie „American Ultra“ von Regisseur Nima Nourizadeh.

Manche unter den Kinozuschauer*innen werden sich gefreut haben, was den Plot des Filmes anbelangt. Es beginnt mit einem Verhör, ausgestattet mit Drogen, Waffen und ein Kerl, der auf den ersten Blick nicht gerade angsteinflößend wirkt. Der Kiffer Mike (Jesse Eisenberg) und seine Freundin Phoebe (Kirsten Stewart) wohnen in einem beschaulichen amerikanischen Vorort. Während der Arbeit bekommt Mike Besuch von einer Frau, die ihm mehrmals einen seltsamen Code vorsagt. Unmittelbar danach gerät das vorher eher langweilige Leben der Protagonist*innen gewaltig außer Kontrolle. Mike wird von Agent*innen der Regierung gejagt, die nur ein Ziel verfolgen: ihn umzubringen. Um sein eigenes Leben und das seiner Freundin zu verteidigen, zieht dieser schließlich alle Register und wird selbst zum Mörder.

Feuerwerk und Schießerei

Wer ganz und gar nicht auf Blut und Maschinengewehre steht, der sollte sich einen anderen Film zu Gemüte führen. Die Specialeffekte verleihen dem Großteil der Szenen unrealistische Dramatik, wie das bei Actionfilmen eben so ist. Und auch sonst macht American Ultra nicht viel Neues: Mit einer Länge von durchschnittlichen 96 Minuten und dem obligatorischen FSK 16 -Siegel, interessant ist allerdings der Charakter Mike, der von Jesse Eisenberg authentisch dargestellt wird. Die verpeilte „Kifferattitüde“ lockert die Handlung zwischendurch immer wieder auf und sorgt für zahlreiche Lacher bei den Sneakzuschauer*innen. Kirsten Stewart und Jesse Eisenberg, die schon 2009 für „Adventureland“ zusammen gedreht haben, bilden vor der Kamera ein unschlagbares Team. Für Diejenigen, die nichts von einer Kombination aus Aktion und Komödie halten, ist der Film daher weniger empfehlenswert. Alle anderen können einen unterhaltsamen, spannenden Film mit einigen Schreckensmomenten erwarten – ja sogar einen Heiratsantrag vor „Publikum“.

Kinostart ist am 15. Oktober 2015. Und hier geht’s zum Trailer.

FOTO: Concorde Filmverleih GmbH

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Ressortleiterin Campus, studiert Kunst, Musik und Medien im Bachelor. Liebt Irland und geht unglaublich gern auf Konzerte.