Marburg Calling

Marburg Calling

Schonmal von Marburg Calling gehört? Nein? Dann jetzt aufgepasst! Einmal im Jahr – Tendenz steigend – bereichern junge Bands aus Marburg und Umgebung bei Marburg Calling im Kfz die Live-Musikszene mit fetten Sounds. Am 3. Januarwochenende konnten sich Bazouka Groove Club, die Phonosonic Turtles und Marspol auf der Bühne beweisen. Es wurde getanzt, gepogt und mitgesungen – die drei Bands haben dem Publikum ordentlich eingeheizt, vor allen Dingen hat man aber den Musiker*innen den Spaß an der Sache angesehen. Wer sie sind und was sie musikalisch für 2016 geplant haben, dass hat PHILIPP für euch herausgefunden.

Die Idee hinter dem Konzept: Bands aus Marburg und Umgebung eine Plattform bieten, um ihre Songs zu präsentieren und vor Publikum zu spielen. Raus aus dem Proberaum, ab auf die Bühne. Während die Marburger Bazouka Groove Club im letzten und vorletzten Jahr schon einige Gigs gespielt haben, ist es für Marspol, kommend aus Gießen, der erste Auftritt in dieser Konstellation. Organisiert wurde die Veranstaltung von Lena und Jörn, beide Azubis im Kfz, welche sich um Booking, Terminfindung und den restlichen Kram gekümmert haben, der nötig ist, um so etwas auf die Beine zu stellen. Mit dem Line-Up für den Abend war für viele Musikgeschmäcker etwas dabei. „Die letzten Jahre haben das immer Auszubildende organisiert, deswegen ist es spannend und schön, so etwas weiterzumachen“, verrät Lena. Das nächste Marburg Calling wird im neuen Kfz mit viel mehr Leuten stattfinden, welches zukünftig in das Erwin-Piskator-Haus umziehen wird. Die zur Zeit geplante Eröffnung ist für Mitte Mai angepeilt.

Marspol: EP, Videodreh und Live-Auftritt

Für die beiden Jungs der Gießener Band Marspol gilt dieses Jahr, sich auf den Bühnen vor Publikum zu beweisen. „Wir sind jetzt so voll Adrenalin, wir würden am liebsten morgen direkt nochmal einen Gig spielen“, erzählt der Bassist. Die beiden, Marius und Dominik, haben sich beim Studium kennengelernt. Mittlerweile machen sie schon seit zwei Jahren zusammen Musik, per Home-Recording haben sie ihre erste EP, die wahrscheinlich im Frühjahr erscheint, aufgenommen. Nur das Artwork fehlt noch. Dominik sagt von sich, er sei ein Überperfektionist, womit er auch schon seinen Bandkollegen angesteckt habe. Das hochwertig produzierte Musikvideo zu ihrer Single „Winterschlaf“ gibt’s auf Youtube zu sehen. Das Official-Audio zur zweiten Single haben sie einfach selbst in Frankfurt gedreht, audio deshalb, weil es lediglich als Untermalung für den Song „Wer du wirklich bist“ dienen soll. „Das war ein großartiger erster Gig, das hat mich ganz, ganz glücklich gemacht“, verrät der Sänger und Bassist Marius nach diesem gelungenen ersten Auftritt.

Etwas mehr Bühnenerfahrung haben Bazouka Groove Club, die mit einem Cover von 21 Pilots für Begeisterung bei den Musikliebhaber*innen gesorgt haben. Sie verpacken die Kombi aus Rap, Rock und Pop geschickt. Die Beschreibung auf ihrer Facebookseite „Eingängige Hooks und straighte Strophen mit viel Liebe zum Abriss“ beschreibt das, was sie auf der Bühne machen, ziemlich gut! Die Band, bestehend aus Marcus, Niklas, Basti, Joschi und Phil ist 2014 entstanden. Seitdem haben sich die Jungs auf ein paar Newcomer-Contests herumgetrieben. Beim Emergenza-Finale in Köln sind sie auf dem zweiten Platz gelandet und beim Local Heroes Finale in Salzwedel hat sie das Publikum zum Zweitstimmensieger gewählt. 2016 spielt die Band auf dem Trebur Openair, bis dahin ist noch Zeit zum kreativ sein. „Jetzt sind alle wieder in ihrem Alltagstrott, dann klappt das Proben besser“, bemerkt Phil. Wir sind gespannt auf die neuen Songs!

 

Phonosonic Turtles: „Wenn’s zu peinlich wird, dann wird der Text halt englisch“

Musik machen bringt den Jungs der Phonosonic Turtles unglaublich viel Spaß. Deswegen haben sie sich nach einem Jam vor etwa fünf Jahren auch zusammengetan, anfänglich zu sechst. „Wir wollten einfachne Live-Band haben, die auf Stephans Geburtstagsfeier spielt, da haben wir einfach Leute zusammengetrommelt“, so der Saxophonist über ihre Entstehungsgeschichte. Mittlerweile besteht die Band aus neun Leuten, die Besetzung vielfältig. Neben zwei Trompeten, einem Saxophon, Drums, Percussion und Gesang sind auch Gitarre, Bass und Keyboard dabei. Bei so vielen Instrumenten gehen die Songs in alle möglichen Richtungen, weshalb die Band ihre Musik auch als „Genre-Mashup“ bezeichnet. Für 2016 steht musikalisch nun erstmal eines an: Songs fertigschreiben. Auf die Frage, ob ihre neuen Lieder sich von den alten unterscheiden, sind sie sich einig: ja, eben durchdachter, erwachsener und differenzierter. Vielleicht sind die Phonosonic Turtles ja auch dieses Jahr wieder auf dem Mano-Musikfestival zu sehen. Wer die Jungs live auf der Bühne erlebt, weiß, dass sie Freude haben, an dem was sie machen und umso besser, wenn’s dem Publikum auch noch gefällt.

WILLSTE HÖREN? Live gibt’s Bazouka Groove Club wieder im Trauma zu sehen, nämlich am 22. Januar auf dem Weitbeatz-FürdengutenSwag-Benefizkonzert. Mehr für die Ohren von Marspol, Phonosonic Turtles und Bazouka Groove Club findet ihr hier, hier und hier.

FOTOS: Luis Penner

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Ressortleiterin Campus, studiert Kunst, Musik und Medien im Bachelor. Liebt Irland und geht unglaublich gern auf Konzerte.