Sneak-Review #46: Mike and Dave Need Wedding Dates

Sneak-Review #46: Mike and Dave Need Wedding Dates

Und auch dieses Mal gilt wieder: same procedure as every week. Haben sich die vier Euro Eintritt gelohnt oder ist eine Investition in Netflix oder Ähnliches sinnvoller? Dieses Mal in der Sneak: Die Comedy „Mike And Dave Need Wedding Dates“ vom Regisseur Jake Szymanski.

Jede:r, der:die die wöchentliche Sneak schon einmal besucht hat, wird dieses Gefühl der Ungewissheit vermutlich kennen. Der Angstschweiß rinnt über die Stirn und droht in die Augen zu laufen, während die eine der verkrampften Hände versucht das bereits zur Hälfte vernichtete Popcorn in Richtung Mund zu führen. Und dann kommt sie: Die Erkenntnis, den neusten Streifen mit Zac Efron ansehen zu „dürfen“. Allgemeines Geschrei im Kinosaal. Alleine die Tatsache, dass Zac mitspielt, senkt die Erwartungen an den Film deutlich, zumindest bei mir.

Story? Bitch please!

Die Story ist im Prinzip sehr flach und schnell erzählt. Die chaotischen Brüder Mike (Adam DeVine) und Dave (Zac Efron) haben ein gewisses Talent, bei Familienpartys über die Stränge zu schlagen und alle Single-Damen anzugraben, bei welchen sie eine Aussicht auf Sex wittern. Das Resultat endet immer im Fiasko. Dementsprechend will die Familie der beiden dem Ganzen einen Riegel vorschieben. Mike und Dave sollen bei der Hochzeit ihrer kleinen Schwester mit Dates aufkreuzen in der Hoffnung, dass die Brüder dadurch in Zaum gehalten werden. Was also machen Mike und Dave? Auf der Suche nach zwei netten Mädchen, die sie zur Hochzeit nach Hawaii begleiten sollen, schalten sie eine Anzeige auf Craigslist.

Statt der erwarteten sechs Rückmeldungen geht die Geschichte allerdings viral durch die Decke. Klar, dass sich bei so einem Angebot auch Nutznießerinnen melden. Und so werden die nicht ganz so netten Mädchen Alice (Anna Kendrick) und Tatiana (Aubrey Plaza) auf die Zwei aufmerksam, legen bei einem zufälligem Treffen einen souveränen Auftritt hin und begleiten Mike und Dave letztendlich nach Hawaii. Und welch Überraschung: die Hochzeit entwickelt sich wie die anderen Familienfeiern mal wieder zu einem Desaster. Gibt es dann eigentlich ein Happy End? Die Antwort dazu lautet: Jein. Zumindest singen die vier Hauptprotagonisten:innen am Ende in Highschool-Musical-Manier.

Und was kann der Film dann bitte?

Auch wenn die Story etwas platt sein mag, hat der Film durchaus Unterhaltungswert. Die Mischung aus Party, Drogen und derbem Humor funktioniert gut, was häufig für recht groteske Situationen sorgt. Für manche Zuschauer:innen könnte das teilweise etwas zu viel werden. Der Humor lässt zwar manchmal ein wenig Intellekt vermissen und geht deshalb auch deutlich unter die Gürtellinie (Achtung: inflationär viele Peniswitze und zweideutige Anspielungen), was aber nicht schlimm sein muss, wenn man das Gehirn mal für 90 Minuten abschaltet – Humor ist und bleibt eben Geschmackssache. Die meisten lustigen Szenen wirken dann doch leider wie geplant, bringen aber selbst den humorlosesten Menschen zum Schmunzeln. Und eine große Überraschung gibt es dann doch: Der Film schafft es in manchen Momenten, über den Schatten der amerikanischen Prüderie zu springen und gewährt auch mal etwas tiefere Einblicke.

Empfohlen sei der Film allen, die keine Lust auf anspruchsvolles Kino haben, ihre Gags gerne auf dem Silbertablett serviert bekommen und natürlich Zac Efron heiß finden (in einer Szene sogar oben ohne). Für alle anderen ist dann doch das Angebot eines beliebigen Streaminganbieters die bessere Alternative.

Mike And Dave Need Wedding Dates startet am 1. September in den deutschen Kinos.

FOTO: 20th Century FOX

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Über den Terry Gilliam einmal sagte: "Wer zum Teufel ist das?"
Studiert Kunst, Musik und Medien. Lebt zu einem großen Teil für Künste jeglicher Art. Wenn er mal groß sein sollte ist eine Karriere als Gangster-Rapper eher unwahrscheinlich.

Ein Gedanke zu “Sneak-Review #46: Mike and Dave Need Wedding Dates

  1. Kann dir nur zustimmen, fand ihn allerdings in der OV besser in der Sneak, weil die Stimme von dem anderen Typ, nicht Zac Efron, echt mega klasse und sein Ausdruck ziemlich stark ist und da einfach besser rüberkommt als im Vergleich zum deutschen Trailer! cheers

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