Forum zur Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle

Forum zur Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle

Das Präsidium der Universität lädt zu einem Forum ein, dass den Auftakt zur Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle bilden soll. Wir zeigen euch, was die neue Stelle für uns Studierende erreichen kann und was euch beim Forum erwartet.

Die Vorgänge an unserer Universität scheinen oft sehr undurchsichtig. So sieht man sich meist als ratlose:r Studierender mit universitären Entscheidungen konfrontiert, die in ihren Auswirkungen unnötig erscheinen. Doch am 23.02.2017 bietet sich eine Partizipationsmöglichkeit. Ihr könnt Teil des Forums zur Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle an unserer Uni werden und euch so für ein harmonischeres Zusammenleben einsetzen.

Doch wofür ist diese Stelle nötig?

Diskriminierung wird durch die Ungleichbehandlung und Benachteiligung von Menschen einer bestimmten Gruppe definiert. Damit verbunden sind Vorurteile, aber auch bestimmte Hierarchien und Machtstrukturen. Oft fühlt sich die diskriminierte Person nicht in der Lage, sich gegen die Ungleichbehandlung zu wehren. Hier würde die geplante Antidiskriminierungsstelle eingreifen, die sich vertraulich mit dem Fall auseinandersetzt und gegen diese Fälle der Benachteiligung vorgehen könnte.

An Universitäten entstehen die meisten Diskriminierungsfälle durch inneruniversitäre Hierarchien und Abhängigkeiten, die es dem Benachteiligten zudem schwer machen, sich jemandem anzuvertrauen und die Verantwortlichen zu konfrontieren. Die bestehende soziale Ungleichheit unter den Studierenden ist ebenfalls ein Faktor, der zu Fällen von Diskriminierungen führt. Eine zentrale Stelle könnte so als Vermittler dienen und Studierenden Möglichkeiten aufzeigen und weiterhelfen.

Diskutiert mit!

Eine Entscheidung einfach so vor die Nase gesetzt zu bekommen nervt. Deshalb wird am 23.02. in der Alten Aula unter anderem Nathalie Schlenzka, tätig in der Forschung bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), sprechen und an exemplarischen Studien über Diskriminierung an Hochschulen aufzeigen, welche Möglichkeiten eine solche Stelle an unserer Universität bietet. Zudem werden Prof. Dr. Katharina Krause vom AK Antidiskriminierung in Marburg und Präsidentin der Philipps-Universität, Almut Dietrich, Beraterin und Trainerin im Konfliktmanagement- und Antidiskriminierungsbereich der „Arbeitsstelle gegen Diskriminierung und Gewalt – Expertise und Konfliktberatung“ (ADE)  und René Hornstein, der in der „AG Lehre“ des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität zu Berlin mitgearbeitet hat,  ihre Erfahrungen mit bereits vorhandenen Stellen an anderen Hochschulen teilen. Außerdem werden beispielsweise die Thematiken Sexismus und trans*spezfischer Änderungsbedarf an Universitäten aufgegriffen und diskutiert. Zum Abschluss findet eine Podiumsdiskussion statt, die die Realisierung der Stelle hier in Marburg thematisiert.

 

MITMACHEN  Das Forum findet am 23.02.2017 von 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr statt. Es ist barrierefrei und eine Kinderbetreuung ist ebenfalls vorhanden.Weitere Informationen und den genauen Ablaufplan findet ihr hier

BILD: AK Antidiskriminierung Marburg

 

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Ressortleitung Campus. Studiert "Kunst, Musik und Medien" und hat deshalb das Triangelspielen perfektioniert. Wenn sie nicht gerade in einen Tagtraum versunken ist, überlegt sie sich, was sie heute Abend essen möchte.