Was ist los mit dem Neubau der UB?

Was ist los mit dem Neubau der UB?

Die Frage, die viele Studierende zur Zeit beschäftigt, ist – außer „Wo gibt es den billigeren Glühwein?“ (Marktplatz, da ist der Schuss umsonst) und „Was schenke ich Mama zu Weihnachten?“ (ein Fotoalbum mit aktuellen Fotos, darüber freuen sich Mütter interessanterweise immer) – vor allem: „Was ist jetzt eigentlich mit der neuen Zentralbib?“ Wann wird die eröffnet? Kann ich während der Hausarbeiten- bzw. Klausurenphase trotzdem Bücher ausleihen?

PHILIPP hat sich für euch schlau gemacht.

Offiziell sollte die neue UB schon zum jetzigen Semester eröffnet worden sein, aber mal ehrlich: Habt ihr schon einmal eine Baustelle erlebt, die zum zuerst angesetzten Termin fertig war? Bei der UB lag es wohl an der Abnahme der Technik, die aufgrund der Komplexität (Buchtransportanlage, etc.) länger gedauert hat als zunächst angenommen. Andere Probleme beim Bau habe es nicht gegeben. Zeitlich passen soll allerdings der jetzt angesetzte Terminplan, nach dem die neue UB in den kommenden Semesterferien in einen „Probebetrieb“ genommen werden soll. Ein genaues Datum für den Beginn des letzteren steht aktuell noch nicht fest. Mit dem Begriff „Probebetrieb“ wird eine Zeit beschrieben, in der die Bibliotheksmitarbeiter:innen die Besucher:innen darum bitten zu entschuldigen, wenn Kleinigkeiten noch nicht perfekt funktionieren. Die Benutzer:innen der neuen Bibliothek werden auch gebeten, Mängel und Fehler an der Informationstheke zu melden. Dass Technik und Arbeitsabläufe möglicherweise noch nicht perfekt funktionieren, liegt daran, dass die Vorlaufzeit vor der Inbetriebnahme sehr kurz ist. Dies ist darin begründet, dass allen Studierenden durchgängig Zugriff auf den gesamten Bestand gewährt werden soll. Ja, ihr habt richtig gehört: Während des ganzen Umzugs könnt ihr alle Bücher weiterhin ausleihen und auch den Präsenzbestand weiter nutzen.

Die Umzugsphase

Der Altbau ist während des Umzugs durchgängig geöffnet und steht als Lernort zur Verfügung. Alle Medien der Zentralbibliothek können also weiterhin benutzt werden. Die Fachbereichsbibliotheken sind ab dem jeweiligen Umzugsdatum geschlossen und sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zugänglich. Eine Übersicht der Termine findet ihr hier.

Sobald die Medien im Neubau sind, können sie über den Online-Katalog bestellt werden und liegen dann am darauffolgenden Tag im Altbau für euch bereit; ausleihbarer Bestand wartet auf euch im Abholregal, Präsenzbestand kann in den Lesesaal bestellt werden. Die angegebene Dauer von einem Tag ist ein von den Bibliotheksmitarbeiter:innen geschätzter Wert, auch hier fehlt es an Erfahrung. In eigenem Interesse solltet ihr euren Terminplan also nicht zu eng legen. Zurückgeben könnt ihr die Literatur ebenfalls im Altbau; das gilt auch für die Fachbereichsbibliotheken, sofern diese schon aufgelöst sind.

Der Neubau

Um es kurz zu sagen: Der Neubau wird fancy. Der Buchbestand beträgt 2,5 Millionen gedruckte Bände, dazu kommt der elektronische Medienbestand. Es wird ein großes Medienzentrum mit PCs geben, Einzel- und Gruppenarbeitsräume, 1250 Arbeitsplätze insgesamt, eine Cafeteria, Ausblick auf den botanischen Garten, Drucker und Kopierer auf jeder Etage, Buchscanner, Tonraum und Filmraum unter anderem mit Green-Screen, und so weiter. Jede:r, der den täglichen Kampf um Steckdosenplätze in der UB kennt, wird sich insbesondere über das Folgende freuen: jeder Platz hat seine eigene Lampe und seine eigene Steckdose. Eine explizite Beschreibung der neuen UB findet ihr hier.

Insgesamt wird es mehr Ausleihbestand geben und der Zugriff auf die Medien wird insofern zusätzlich verbessert, als dass aus der Zusammenführung von Zentralbibliothek und Fachbereichsbibliotheken bessere Öffnungszeiten für letztere resultieren. Genauere Informationen werden immer wieder in den FAQs der UB veröffentlicht (für Link siehe unten).

Was wird mit dem Altbau und der Philfak?

Beide sind keine Schönheit, soweit sind wir uns alle wahrscheinlich einig. Dennoch würde es uns wahrscheinlich ein bisschen das Herz brechen, zu sehen, wie sie abgerissen werden. Aber kein Grund zur Sorge: Zwar gibt es noch keine offiziell feststehenden, langfristigen Pläne, aber bis 2020 werden wohl beide Gebäude bestehen bleiben. Laut der Oberhessischen Presse (den Artikel findet ihr hier) hat die Uni zunächst Eigenbedarf angemeldet. Bis 2020 soll der Altbau als Lager und für Forschungsprojekte genutzt werden, von 2020 bis 2022 als Zwischenlager für juristische Literatur, da dann das Jura-Seminar grundsaniert werden solle. Auch als Lagerraum und für Forschungsprojekte soll wohl die Philfak zur Verfügung stehen, allerdings ist nicht sicher, ob das für alle Türme gilt. Die Frage nach der Nutzung der Räumlichkeiten beinhaltet allerdings noch viel Spekulation, auch Frau Dr. Kaiser, die für die Öffentlichkeitsarbeit in der UB zuständig ist, konnte keine sichere Antwort darauf geben.

Weitere Informationen

Genauere Informationen sollen nach und nach in den FAQs der UB hochgeladen werden. Diese findet ihr hier.

Es lohnt sich also, immer mal wieder die FAQs nach Aktualisierungen zu überprüfen. Wenn ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr diese immer an die Auskunft stellen ( auskunft@ub.uni-marburg.de ). Diese wird von allen Seiten mit Informationen versorgt und kann daher Fragen beantworten oder weiterleiten.

Insgesamt können wir uns wahrscheinlich alle auf die neue UB freuen, auch wenn eventuelle Komplikationen während eines Umzugs dieser Größenordnung natürlich nie auszuschließen sind. Man darf gespannt sein.

Foto: CC MHM55, unverändert.

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studiert Linguistik und Politikwissenschaft und ist regelmäßig wieder über ihren Kaffeekonsum erstaunt.