Albumreview: Tapetenwechsel

Albumreview: Tapetenwechsel

Die Marburger Band „Bazouka Groove Club“, bestehend aus den 5 Jungs Marcus, Niklas, Basti, Joschi und Phil standen PHILIPP bereits in einem Interview Rede und Antwort. Nun ist ihr erstes Album „Tapetenwechsel“ erschienen.

Schon beim Blick auf die Playlist fällt auf, dass das Album den Fehler vieler Alben vermeidet: als Resterampe für mittelmäßige Song zu dienen. 7 Songs. Punkt. Das war’s. Hier steht Qualität vor Quantität. Die Band singt auf Deutsch und mischt Rock mit Rap. Das „Intro“ setzt sich mit der Frage auseinander, was echter Rap sei. Rap darf auch mal anders klingen und gerne zusammen mit Rock und Gitarren daherkommen. Vielleicht bleibt Rap gerade dadurch seinem Kern treu.

In dem zweiten Song „Müde“ bekommt es der:die Zuhörer:in mit dumpfen und schweren Gitarren, viel Hall und elektronischem Hintergrundgewaber zu tun, der die Stimme überlagert und damit konsequent seinem Text passt. In den anderen Songs geht es um die Sehnsucht nach dem Meer und dem Spiel mit dem Feuer (bzw. der Sonne), kurz: um die großen Themen des Lebens.

Auf den Punkt: Lohnt sich der Spaß?

Bazouka Groove Club bieten mit „Tapetenwechsel“ ein Album, das vor allem wegen der Tiefe der Texte zum mehrmaligen Anhören einlädt. Die sarkastisch-ehrlich, und deshalb besonders schmerzhafte Art von Bazouka Groove Club über ehrliche Gefühle zu rappen/singen („Oh Darling“) erinnert an einen anderen musikalischen Klub – ohne dabei wie eine Imitation zu wirken.

Tapetenwechsel“ ist es definitiv wert, auf Spotify oder YouTube angehört zu werden. Am 8. Dezember gibt Bazouka Groove Club im KFZ Marburg ihr Releasekonzert. Also schaut vorbei, PHILIPP wird auch da sein.

FOTO: Lou_Art

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